Global Pass Fest
Ein offenes Mikrophon lädt alle dazu ein, zu singen, Theater zu spielen oder eine Rede zu halten. Neben Büchertischen, Puppentheater, Lesungen, Musik und leckerem Essen gibt es auch ein Weltbürgerpass-Studio. Dort kann man sich einen Global Pass mit Foto ausstellen lassen.
Der Global Pass war ein Traum des jungen Asylsuchenden Hamidour Rahman, der sich im Mai dieses Jahres das Leben genommen hat. Sein Wunsch war es, dass eines Tages alle Menschen gleiche Rechte haben und überall hin reisen können.
Er schrieb in seinem Abschiedsbrief: "Ich bin nun frei von allen inhumanen Regeln und Regulierungen, frei von Gefängnis und Depression. Ich werde kein gültiges Stück Papier mehr brauchen, das die Leute Ausweis nennen. Mein Tod ist meine Antwort gegen alle inhumanen Systeme und für die Einführung der Global-ID in dieser Welt."
Beim antirassistischen Fußballturnier kicken zehn Gruppen, darunter Teams vom Verband binationaler Familien, von Ultra Sankt Pauli und afghanischen Jugendlichen. Auch Flüchtlinge aus dem Lager Horst werden mitspielen. Die Männer, Frauen und Kinder sind von der Stadt Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern verbannt worden und leben dort in einer abgelegenen, ehemaligen Kaserne.
Beim Global Pass Fest aber feiern alle mit! Es kommen auch Menschen, die seit über 15 Jahren nur geduldet sind und deshalb kaum Rechte haben oder deren Familien vor kurzem abgeschoben wurden.
Das Global Pass Fest und das Fußballturnier bilden den Auftakt des Antirassismus-Camps, das vom 16. bis 24. August 2008 in Hamburg stattfindet. Ein breites Bündnis von Organisationen planen Workshops, Informationsveranstaltungen und Aktionen gegen Abschiebungen und für eine globale Bewegungsfreiheit.
Weitere Informationen: www.camp08.antira.info
VeranstalterInnen des Global Pass Festes:
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Werkstatt 3 e.V., GWA St.Pauli Süd, Verein für bunte Hände und starken Handschlag (YOMOSO e.V.), Vereinigung für interkulturelle Pädagogik, Pol-Aktiv, Verband Binationale Familien und Partnerschaften (iaf e.V.), Rote Hilfe HH, Brot und Rosen Diakonische Basisgemeinschaft, Kinderladen Maimouna, Café Exil, Jugendberatungszentrum Bodelschwingh, Karola e.V., Internationaler Treffpunkt für Frauen
und Mädchen, Wohnschiffprojekt Altona e.v., Horst AG, kein mensch ist illegal hh, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und andere.

