Stellungnahme zur Presseerklärung des Hamburger Innensenators Alhaus vom 13.08.08
Gewalt, auch strukturelle, liegt dort vor, wo Tausende Flüchtlinge im
Meer ertrinken, obwohl sie gerettet werden könnten oder, angekommen in
Deutschland, in Lagern im Niemandsland untergebracht werden und diese
wegen der Residenzpflicht nicht verlassen dürfen. Oder wo Familien, wie
kürzlich in Hamburg geschehen, mitten in der Nacht abgeholt und in den
Tod oder den Hunger abgeschoben werden.
Dass diejenigen, die das direkt oder indirekt mitbetreiben, davon
ablenken wollen, und den Widerstand dagegen von vorn herein durch
allerlei Androhungen minimieren und spalten wollen, ist keine neue
Taktik. Für uns kommt es darauf an, nicht von den realen
Gewaltverhältnisse abzulenken.